Westfälische Rundschau/ Gevelsberger Rundschau - 19.11.2011

Schwelm

Passender Rahmen für tolle Bilder

Hartmut Breyer
Gevelsberg. In einem passenden Rahmen kamen die „Vier Jahreszeiten“ Freitagabend stil- und stimmungsvoll zur Geltung. Am Gevelsberger Ennepebogen präsentierten der Ennepe-Ruhr-Kreis, die AVU und die Westfälische Rundschau den gleichnamigen Bildband, in dem Bürger aus den neun Städten des Kreises die Schönheit ihrer Heimatregion fotografisch festgehalten haben.

Nach Einbruch der Dunkelheit geleiteten Fackeln entlang des Weges die zahlreichen Gäste – rund 400 mögen es gewesen sein – zu dem außergewöhnlichen Schauplatz an den Gewölben unter der Brücke Jahnstraße. „Es gibt keine bessere Möglichkeit, die Schönheit des EN-Kreises darzustellen, als die Fotografie“, sagte Landrat Dr. Arnim Brux über die Aktion. Und es gab kaum eine bessere Möglichkeit, die vielen wunderschönen Fotos zur Geltung zu bringen, als am farbig ausgeleuchteten Ennepebogen – zu den passenden Vivaldi-Klängen. „Es ist ein ungewöhnliches Abendprogramm zu einem ungewöhnlichen Projekt“, meinte Moderator Bernd Oesterling, ehemaliger Leiter der WR-Redaktion im Südkreis.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Vorführung der 144 Fotos, die die Jury für das „Vier-Jahreszeiten“-Buch ausgewählt hatte. Auf der 4 x 6,50 Meter großen Leinwand kamen die herrlichen Landschaften, eindrucksvollen Industriebauten, malerischen Stadtansichten und lebendigen Schnappschüsse hervorragend zur Geltung.

Arnim Brux als Vertreter des Kreises und der AVU sowie WR-Chefredakteur Malte Hinz dankten allen Beteiligten an der „Kreativaktion“. Mit Oliver Häckel aus Ennepetal und Joachim Gottschlich aus Witten kamen auch zwei der kreativsten Wettbewerbsteilnehmer zu Wort. Beide sind mit jeweils sechs Aufnahmen und damit am häufigsten in dem Bildband vertreten. Der Aufruf zu dem Wettbewerb habe ihn inspiriert, meinte Gottschlich. Die Bilder seien aber eher spontan entstanden und so nicht geplant gewesen.

Bei einer kräftigen „Vier-Jahreszeiten“-Suppe, Chili con Carne und kalten und warmen Getränken genossen die Gäste die Atmosphäre – zu der die Saxofon-Gruppe der Städtischen Musikschule Gevelsberg mit jahreszeitlich inspirierten Klängen wie „Summertime“ und „Autumn Haze“ beitrug.

Westfälische Rundschau/ Gevelsberger Rundschau - 25.09.2009

Erstes Treffen des „Runden Tisches" im „filmriss"

"Gevelsberg liest": Wunsch nach Lesepaten

Hartmut Breyer

Gevelsberg. Das Aktionsbündnis „Gevelsberg liest" hat das nächste Kapitel aufgeschlagen. Die Organisatoren freuten sich über großen Zuspruch bei einem ersten Treffen mit Vertretern interessierter Einrichtungen. 22 Teilnehmer fanden sich im „filmriss" ein am „Runden Tisch" ein. Dabei waren unter anderem Vertreter der Kindergärten, der Grundschulen Strückerberg, Schnellmark und Pestalozzi und der weiterfuhrenden Schulen.

Ziel des Bündnisses ist es, die Leseförderung zu verstärken und entsprechende Angebote stärker zu verzahnen. Insbesondere für Kinder und Jugendliche sollen Veranstaltungen organisiert werden. Den Anfang hatte im Juni der Besuch des Bestseller-Autors Zoran Drvenkar gemacht, der sowohl für Erwachsene als auch an Schulen aus seinen Werken las. Auch der „SommerLese-Club" der Stadtbücherei in den Schulferien war in das Projekt eingebunden worden (wir berichteten jeweils).

Einige konkrete Vorhaben vorgestellt

Mit dem „Runden Tisch" möchten die Initiatoren von „Gevelsberg liest" - Cornelia Bildheim (Stadtbücherei), Klaus Fiukowski („filmriss" und Stadt) sowie Stephanie Krön (Buchhandlung Appelt) - nun alle engagierten Gevelsberger zusammenbringen, die in Sachen Leseförderung aktiv werden wollen. „Wir wollen damit eine Ideenbörse einrichten und Netzwerke bilden", erläutert Stephanie Krön. Etwa halbjährlich wolle man sich künftig zusammensetzen.

Eine Reihe konkreter Vorhaben wurde beim ersten Treffen bereits besprochen. So Sigrun stellte Pollitt vom Kulturamt Hagen die Kinder- und Jugendbuchtage Südwestfalen unter dem Motto „LeseLust" vor, die im kommenden Frühjahr wieder stattfinden sollen und an denen sich das „filmriss" beteiligen wird. Unter anderem soll es diesmal einen „Poetry Slam" geben.

Sponsoren sollen gesucht werden

Darüber hinaus wird es Angebote wie Elternabende in Kindergärten unter dem Titel „Wie wird mein Kind zum Leser?" und Lehrerfortbildungen mit dem Titel „Lesen macht Schule" geben. Außerdem wollen die „Gevelsberg-liest"-Aktiven nach Wegen suchen, Schulen, die nicht über ausreichende Mittel und einen finanzkräftigen Förderverein verfügen, etwa mit Hilfe von Sponsoren bei Leseveranstaltungen zu unterstützen.

Einige Teilnehmer äußerten den Wunsch nach „Lesepaten". So sollen unter anderem prominente Paten gewonnen werden, die in Kindergärten und Schulen vorlesen. In Stadtteilen wie Berge und Vogelsang, wo viele Kinder mit Migrationshintergrund leben, könnten auch Lesepaten, die gleichfalls einen Migrationshintergrund haben, auf Deutsch, aber möglicherweise auch in der Muttersprache vorlesen.

Westfälische Rundschau/ Gevelsberger Rundschau - 05.10.2006

Klasse 3a der Pestalozzi-Grundschule hatte zu ungewöhnlicher Zeit jede Menge Spaß im „filmriss"

Spannend: Übernachten im Kino

Von Mathias Herbst

Gevelsberg. Ungewöhnliche Aktion: Die Klasse 3a der Pestalozzi-Schule übernachtete im „filmriss"-Kino.


Luftgitarren werden geschwenkt, zum Rhythmus der Musik springen die Kinder auf der Kinobühne hin und her. Dann endet die Musik abrupt - alle Kinder verharren in der wilden Verrenkung. Und Wenn sie zum Nachbarn schauen, müssen sie doch anfangen zu lachen. Dies war nur ein kleiner Programmteil, der für die Schüler der Klasse 3a der Pestalozzi-Schule im „filmriss" vorbereitet war.
Auf die „erste Gevelsberger Grundschulfilmnacht" hatten sich die Kinder schon lange gefreut. In der Schule gab es kaum noch ein Thema, das interessanter war. Es wurden die Tage gezählt, bis es am vergangenen Freitag endlich so weit war.

„Die Idee zur Filmnacht entstand im Förderverein für das filmriss-Kino", erzählt Siegrid Keppke. Gemeinsam mit Heinz-Günter Mecke brachte sie die Idee in die Pflegschaft ein. „Die Eltern waren sofort begeistert."

20 Kinder wurden am Freitag von ihren Eltern ins „filmriss" gebracht. Viele nahmen noch einen Kaffee im gemütlichen Foyer, bevor sie ihre Kinder der Obhut der Klassenlehrerin Beate Zierdt und der Familie Keppke überließen.

Für die Kinder war die Aktion äußerst spannend und aufregend. Zwischen den gezeigten Filmen durften sie im Kino alles selbst machen, die Lichtanlage steuern, die Musikanlage aufdrehen oder auch hinter der Theke mithelfen. Dazu gab es eine Schnitzeljagd mit Fragen zum Kino.

Ihre Luftmatratzen und Schlafsäcke hatten die Schüler schon im Kino vor der Bühne und in den Seitengängen verteilt. Später am Abend legten sie sich dort zum Schlafen. Es dauerte natürlich etwas, bis sich die Aufregung legte und die Müdigkeit die Kleinen einschlafen ließ.

Ihren Eltern hatten sie am nächsten Morgen vieles zu erzählen. Spannende kleine Geschichten, die sie so schnell sicher nicht vergessen werden.

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